zurück zur Hauptseite

Abrechnung Kostenerstattung

Privatversicherte

Das Honorar für die Therapiesitzungen richtet sich nach der Gebührenordung für Psychotherapeuten (GOP), wobei zusätzliche Kosten für Testdiagnostik, Berichte an die Krankenkassen, o.Ä. anfallen können. Private Krankenkassen erstatten in der Regel die Kosten für eine Psychotherapie. Im Einzelfall hängt es davon ab, was Sie vertraglich mit Ihrer Krankenkasse vereinbart haben. Deshalb: Bitte klären Sie vor Beginn der Therapie, ob und in welchem Umfang (Kosten, Anzahl der Sitzungen) Ihre Krankenkasse eine Behandlung übernimmt.

Selbstzahler

Bei Vorstellung in einer Praxis wird notwendigerweise eine Diagnose für die Krankenkasse gestellt, wenn diese die Kosten übernehmen soll. Befürchten Sie einen Nachteil durch eine registrierte Diagnose, besteht die Möglichkeit, die Therapiekosten als SelbstzahlerIn zu tragen. Dadurch verbleibt eine Diagnosevergabe in meiner Praxis und wird nirgendwo sonst gespeichert. Die aktuell geltende Gebührenordung für Psychotherapeuten (GOP) gilt hierbei als Honorargrundlage, das Honorar selbst wird gemeinsam vereinbart.

Gesetzlich Krankenversicherte

Als Privatpraxis verfüge ich zwar über eine Approbation (d.h. eine Berufserlaubnis), aber über keine Kassenzulassung (d.h. keine reguläre Abrechnungserlaubnis mit gesetzlichen Krankenversicherungen). Im Rahmen des sogenannten Kosten­erstattungs­verfahrens (SGB V § 13, Abs. 3) kann jedoch die Kostenübernahme einer Psychotherapie durch Ihre Krankenkasse bewilligt werden. Im Erstgespräch erkläre ich Ihnen das Vorgehen, stehe für alle Fragen zur Verfüguhng und gebe Ihnen notwendige Dokumente mit.

So funktioniert Kostenerstattung

Wenn gesetzlich Versicherte unzumutbar lange (d.h. zwischen 6 Wochen und 3 Monaten) auf einen durch die gesetzlichen Krankenkassen getragenen, notwendigen Therapieplatz warten müssen, können sie bei Ihrer Krankenkasse einen Kostenerstattungsantrag stellen. Grundsätzlich besteht ein Anspruch gesetzlich Krankenversicherter auf Kostenerstattung einer privat beschafften Behandlung, wenn Ihre Krankenkasse die unaufschiebbare Leistung als Sachleistung nicht rechtzeitig erbringen konnte und die Behandlung notwendig ist. Das Kostenerstattungsverfahren ermöglicht so eine zeitnahe psycho­thera­peutische Behandlung bei gleicher Qualifikation des Psychotherapeuten. Ihre Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Behandlung in meiner Praxis nur dann, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind und sie vor Therapiebeginn diesem Vorgehen schriftlich zugestimmt hat. Wie können Sie vorgehen?

  1. Schritt: Psychotherapieplatz-Ablehnungen sammeln
    Rufen Sie in Ihrer Nähe mehrere (mindestens 3, höchstens 5) kassenärztlich zugelassene Psychotherapeuten an und bemühen sich dort um einen Therapieplatz. Dokumentieren Sie Ihre Bemühungen: Datum der Anfrage, Wartezeit sowie auch nicht beantwortete Anfragen. Einen entsprechenden Vordruck zur Dokumentation kann ich Ihnen geben. Bitten Sie auch Ihre Krankenkasse um Unterstützung bei der Suche nach einem Therapieplatz.

  2. Schritt: Notwendigkeitsbescheinigung
    Erforderlich ist eine kurze schriftliche Bescheinigung Ihres Hausarztes oder Facharztes über die Notwendigkeit / Dringlichkeit einer psychotherapeutischen Behandlung. Hierfür stelle ich Ihnen ebenfalls gerne einen Vordruck zur Verfügung, den Sie Ihrem Arzt geben können.

  3. Schritt: Psychotherapieantrag stellen
    Wenn alle Unterlagen beisammen sind, stellen wir einen formlosen schriftlichen „Antrag auf Kostenerstattung für Psychotherapie“, in dem darauf verwiesen wird, dass zur Zeit in Ihrer Nähe kein Psychotherapiebeginn möglich ist, dass aber in meiner Praxis die Behandlung sofort beginnen kann. Die Behandlung beginnt, sobald Ihre Krankenkasse die Übernahme der Kosten zusichert. Sollten sie vorher Therapietermine wahrnehmen wollen, ist dies natürlich möglich. Das Kostenrisiko liegt jedoch bei Ihnen. Bei der Antragsstellung begleite ich Sie und stehe Ihnen stets für Fragen zur Verfügung.